Warum Wandsbek beim Thema Asbest besonders relevant ist
Wandsbek ist Hamburgs einwohnerstärkster Bezirk – und gleichzeitig einer der asbest-relevantesten. Das liegt an der spezifischen Bebauungsstruktur: Zwischen den 1950er und 1980er Jahren entstanden hier tausende Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser in Siedlungslagen – gebaut in einer Zeit, in der Asbest zu den Standardmaterialien auf jeder Baustelle gehörte.
Anders als in Altona mit seinen Gründerzeitbauten oder in Blankenese mit den Villen sind es in Wandsbek vor allem die Eigenheimbesitzer, die mit dem Thema Asbest konfrontiert werden. Garagen, Carports, Schuppen, Gartenlauben – all diese Nebengebäude, die zum typischen Wandsbeker Eigenheim gehören, wurden in der Hochzeit des Asbestzeitalters gebaut und oft mit Wellasbestplatten eingedeckt.
In vielen Wandsbeker Siedlungslagen stehen Sanierungen an, die schon lange aufgeschoben wurden. Ältere Eigenheimbesitzer stoßen beim Renovieren, Abreißen oder Verkaufen ihrer Immobilien auf Materialien, deren Zusammensetzung sie nicht kennen – und die sich bei näherer Betrachtung als asbesthaltig herausstellen.